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Paragliding

Das Paragliding ist ein relativ neuer Sport - Der Begriff "Gleitschirm" wurde erst Ende der 70er Jahre geprägt. Erst im April 1987 wurde das Gleitschirmfliegen in Deutschland offiziell zugelassen, aus Gleitschirmfliegern wurden dann erst Luftsportgeräteführer nach dem deutschen Luftfahrtgesetz.

Auf den ersten Blick ist ein Gleitschirm ein einfaches Fluggerät. Er wird vornehmlich aus Kunststoffen in circa 20 Produktionsstunden gebaut. Bestandteile des Fluggeräts sind: Segel, Fangleinen, Haupttragegurte, Bremsleinen, Gurtzeug und Beschleunigungssystem.

Im Gegensatz zum Drachen oder Flugzeug ist ein Gleitschirm nach den Startvorbereitungen aber noch nicht flugfähig. Erst nach den ersten beiden Phasen der Starttechnik, also wenn der Flügel aufgebaut ist, kann der Pilot mit seinem Startlauf beginnen. Das allerwichtigst hierbei ist der Kontakt des Piloten zur Zugkraft; fehlt dieser, wird der Gleitschirm weich und klappt ein.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen für das "stille Abenteuer" gehört natürlich auch der genaue Flugplan, der Flugverhalten des Fluggeräts, Flugweg, Wetterinformationen, sicheres Erreichen des Landeplatzes, Notlandeplätze und Tageszeit berücksichtigt.

 

Burki Martens fliegt deutschen Zielflugrekord

Burkhard Martens flog am 10.11.2011 in Quixada, Brasilien einen Zielflug über 279,80 km, der als deutscher Rekord für Gleitschirme anerkannt wurde.

Burki schreibt über seinen Flug: Für mich gleichzeitig persönliche Bestleistung. Ich bin jetzt die zweite Woche in Quixada und habe den Flug täglich ausgeschrieben. Kaum versucht man es 10 Mal schon klappts. Das fliegen hier ist nicht einfach. Wir starten früh bei tiefer Basis, gestern bereits um 7.10 Uhr. Dann sind wir ca. 1 Stunde 15 gesoart bis die Bedingungen besser waren. (Wir hatten Angst später zu starten, weil dann die Thermik einsetzt und der Wind zulegt, also besser soaren und auf den Abflug warten).

Um ca. 8.30 ging es bei 1300m Höhe (1000m über Grund) los. Die ersten km waren mal wieder schwierig, viel blauer Himmel. Bei km 100 war ich das letzte Mal tief, bis dahin war es ein Kampf. Die nächsten 140km gigantisch. Die Basis stieg auf 3000m (Wow) und war zuverlässig. Bei km 240 gab es dann Schleierwolken und Ausbreitungen und außerdem musste ich die letzten 100km mit deutlichen Vorhaltewinkel fliegen. Ich befürchtete schon, dass es das war. Aber 2 Schattenthermiken ließen mich mit Mühe Pedro Segundo erreichen. Für den Weiterflug und endlich einmal eine 3 vor dem Zähler zu haben hat es leider nicht gereicht. Dabei wären mit Sonne noch 1,5 Stunden Flugzeit drin gewesen.

Die Rückholung wird hier durch Andy Flüheler und Michi Gebert sein Team hervorragend organisiert. Das kann man wirklich jedem engagiertem Streckenflieger empfehlen. Der Fahrer war schon da bevor ich das Landebier in der Hand hatte.

http://xc.dhv.de/xc/modules/leonardo/index.php?name=leonardo&op=show_flight&flightID=297714

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